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Themenheft „500 Jahre Reformation in Thüringen und Hessen“

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2017 wird weltweit an 500 Jahre Reformation erinnert, ausgelöst durch Martin Luthers Wittenberger Thesenanschlag wider den Ablasshandel vom 31. Oktober 1517. Auch für Hessen und Thüringen – Kernlande der Protestanten – hat damit die Lutherdekade begonnen.

Die Geschichte von Hessen und Thüringen am Vorabend der Reformation, ruft uns Karl Heinemeyer ins Gedächtnis. Norbert Stieniczka zeigt auf, wie es um Landgraf Philipp den Großmütigen und den hessischen Adel bestellt war.

 

 
 

Helmut G. Walther und Ulrich Klein widmen sich in  ihren Beiträgen Glanzpunkten der reformatorischen Bildungspolitik: Der 1527 gegründeten Landesuniversität Marburg und der 1548 folgenden Universität in Jena. Andreas Klinger berichtet über das Schmalkaldener Verteidigungsbündnis der Protestanten.
Auf die schwierige Situation der Fürstabtei Fulda in der Reformationszeit macht Berthold Jäger aufmerksam. Die eisernen Bibeln von Philipp Soldan aus Frankenberg sind Thema von Margret Lemberg. Die Umwandlung der Klöster von Haina, Hofheim und Merxhausen in Landeshospitäler erläutert uns Arnd Friedrich. In die Fußstapfen der Brüder von der Tann, energische Wegbegleiter Luthers, hat sich Horst Nieder begeben und geleitet uns aus der hessischen Rhön über Thüringen zur Bischofswahl von 1545 nach Mainz.
Unser Titelbild zeigt ein welthistorisch bedeutsames Ereignis aus dem Jahr 1529: Das „Marburger Religionsgespräch“ im dortigen Schloss, mit dem Landgraf Philipp von Hessen die im Abendmahlstreit entzweiten Protestanten zu einen suchte, allen voran Martin Luther und Ulrich Zwingli. Die Diskussion wird auch noch die aktuelle Lutherdekade begleiten.


 

Die Hessische Heimat 1-2011 ist erschienen!

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Einzelne Kunstwerke und Bauten in Hessen haben die Autorinnen und Autoren dieses Heftes angeregt, sie genauer in Augenschein zu nehmen und Neues über sie zu berichten.

Margret Lemberg verfolgt die spannende Wiederentdeckung einer verschollenen Gemme vom Elisabethschrein in Marburg. Dem eher unscheinbaren Tympanon der Kirchenruine in Alt-Rhoden vermag Josef Mense ein umfassendes theologisches Programm nachzuweisen. Was eventuell den Bildhauer bei der Gestaltung des Epitaph des Andreas Hirde im Frankfurter Dom inspirierte, entdeckte Bernhard Eddigehausen. Albert Gronau skizziert die Geschichte des Messinghofes in Kassel, einem technischen Denkmal, dessen Erhalt er sich seit vielen Jahren widmet. Die sogenannten „Rhöner Musikanten“ aus dem Park des Schlosses Adolfseck erforschen Thomas Schindler und Denise Beilharz. Ingrid Rittger veranlasste die Darstellung einer Frau aus Gudensberg, diese genauer unter Gesichtspunkten der Kleidungsforschung zu untersuchen.
Im Journal schildert Karl Heinemann das Engagement der Lokalen Agenda 21, die Kirchenruine in Alt-Rhoden zu erhalten.

Über die Aktivitäten des Vereins für Geschichte und Heimatkunde Oberursel e.V. anlässlich des dortigen Hessentages 2011 informieren Marion Unger und Renate Messer. Annegret Wenz-Haubfleisch berichtet von der Veranstaltung zur Erforschung der Orts- und Heimatgeschichte vom Herbst 2010.


Veranstaltungen

2011 bietet die Gesellschaft für Kultur- und Denkmalpflege – Hessischer Heimatbund e.V. mit dem Hessischen Staatsarchiv Marburg sowie dem Hessische Hauptstaatsarchiv Wiesbaden zwei Veranstaltungen für Sie an.

Anmeldung für diese Veranstaltungen (per Mail, Fax oder Brief) unter Angabe von Name, Adresse, Telefon und evtl. e-Mail bitte nur an die
Geschäftsstelle der Gesellschaft für Kultur- und Denkmalpflege – Hessischer Heimatbund, Bahnhofstraße 31a, 35037 Marburg
Email: info@hessische-heimat.de,
Fax: 032121 223925

Erforschung von Orts- und Regionalgeschichte im Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden – eine Einführung
Freitag, 27. Mai 2011, 14:00 bis 16:30 Uhr, mit der Möglichkeit einer anschließenden Archivführung bis 17:30 Uhr
Ort: Hessisches Hauptstaatsarchiv, Mosbacher Straße 55, 65187 Wiesbaden,
Leitung: Dr. Johann Zilien und Ina Harnischfeger
Die Veranstaltung ist kostenlos.

Die Erforschung der Orts- und Regionalgeschichte erfordert in der Regel auch die Auswertung archivischer Quellen. Die Veranstaltung will mit dazu beitragen, interessierten Heimatforschern das Hessische Hauptstaatsarchiv als „Haus der Geschichte“ für die Erforschung ihrer Lokalgeschichte näher zu bringen. Zugleich richtet sich die Veranstaltung vor allem an heimatgeschichtlich Interessierte aus dem Bereich der regionalen Zuständigkeit des Hessischen Hauptstaatsarchivs: Die kreisfreien Städte Frankfurt und Wiesbaden, Hochtaunuskreis, Lahn-Dill-Kreis, Landkreis Limburg-Weilburg, Main-Kinzig-Kreis, Main-Taunus-Kreis und Rheingau-Taunus-Kreis.
Es wird ein Einblick gegeben in das Angebot des Hauptstaatsarchivs und die dort vorhandenen Möglichkeiten zur ortsgeschichtlichen Auswertung von Archivgut. Fragen von der Online-Recherche über die Nutzung von Unterlagen bis hin zum Archivrecht sollen thematisiert werden. Vorgestellt werden darüber hinaus auch historische und bibliografische Internetressourcen, die für die Orts- und Regionalgeschichte einschlägig sind. Abschließend besteht die Möglichkeit einer Führung durch das Hessische Hauptstaatsarchiv.

Auf der Suche nach den eigenen Wurzeln?
Informationsveranstaltung zur Familienforschung im Personenstandsarchiv Hessen
Montag, 17. Oktober 2011, 13:00 bis 16:30 Uhr
Ort: Personenstandsarchiv Hessen, Leipziger Straße 83, 35279 Neustadt
Leitung: Dr. Annegret Wenz-Haubfleisch, Archivdirektorin am Staatsarchiv Marburg, und Dr. Katrin Marx-Jaskulski, Archivrätin im Personenstandsarchiv Hessen
Für Rückfragen zur Veranstaltung wenden Sie sich bitte an das Personenstandsarchiv Hessen: 06692/20388-0
Begrenzte Teilnehmerzahl (60 Personen)

Die Suche nach den eigenen Vorfahren ist ein Hobby, das sich großer Beliebtheit erfreut. Nachdem die eigenen Eltern oder Großeltern befragt worden sind, reißt der Faden, der zu den Generationen vorher führt, jedoch oft ab. In Archiven lagern die Quellen, mit deren Hilfe man weiter in die Vergangenheit zurück recherchieren kann.
Wie geht man vor, wenn man die Stammtafel seiner Familie erstellen will? Welche Unterlagen kann man im Staatsarchiv Marburg und im Personenstandsarchiv Hessen dazu heranziehen? Diesen Fragen widmet sich eine Informationsveranstaltung, die am Montag, dem 17. Oktober 2011, im Personenstandsarchiv Hessen stattfindet.
Dr. Annegret Wenz-Haubfleisch, Archivdirektorin am Staatsarchiv Marburg, und Dr. Katrin Marx-Jaskulski, Leiterin des Personenstandsarchivs Hessen, geben einen Überblick über die Vielfalt von Quellen für genealogische Fragestellungen. Nach einer kurzen Einführung in die Struktur des Archivwesens und einer Vorstellung der Nutzungsmöglichkeiten, die Archive bieten, wird anhand konkreter Beispiele gezeigt, wie man eine familiengeschichtliche Recherche startet und welche Informationen in Standesamtszweitbüchern, Standesregistern, Auswandererlisten, Katastern und anderen Quellen zu finden sind.

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